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Chinesischer Pokémon-Klon verliert 15 Millionen Dollar in Urheberrechtsklage

by Sadie Jan 23,2025

Die Pokémon Company verteidigte ihr geistiges Eigentum erfolgreich in einer bedeutenden Urheberrechtsklage gegen chinesische Unternehmen, die ihre ikonischen Pokémon-Figuren nachgebildet hatten. Der Sieg führte zu einem Urteil in Höhe von 15 Millionen US-Dollar.

Rechtlicher Sieg der Pokémon Company

Das Mittlere Volksgericht Shenzhen entschied zugunsten von The Pokémon Company und schloss damit einen im Dezember 2021 eingeleiteten Rechtsstreit ab. Die Klage richtete sich gegen Entwickler von „Pokémon Monster Reissue“, einem mobilen Rollenspiel, dem eklatantes Plagiat vorgeworfen wird. Das Spiel enthielt auffallend ähnliche Charaktere, Kreaturen und Spielmechaniken wie das Pokémon-Franchise. Obwohl das Kernkonzept des Monsterfangs nicht ausschließlich Pokémon zu verdanken ist, befand das Gericht, dass „Pokémon Monster Reissue“ die Grenze zwischen Inspiration und völliger Nachahmung überschritten hat.

Pokémon Chinese Clone Loses  Million Dollars in Copyright Lawsuit

Die Ähnlichkeiten waren unbestreitbar und reichten vom App-Symbol, das das Pikachu-Artwork von Pokémon Gelb widerspiegelte, bis hin zu Werbeanzeigen mit Charakteren wie Pikachu, Ash Ketchum, Oshawott und Tepig, mit minimalen Änderungen. Gameplay-Aufnahmen enthüllten außerdem bekannte Charaktere wie Rosa aus Pokémon Schwarz und Weiß 2 und Glumanda.

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Zunächst forderte The Pokémon Company Schadensersatz in Höhe von 72,5 Millionen US-Dollar sowie eine öffentliche Entschuldigung und die Einstellung der Entwicklung, des Vertriebs und der Werbung für das Spiel. Obwohl der endgültige Schiedsspruch niedriger ausfiel, dient das Urteil in Höhe von 15 Millionen US-Dollar als starke Abschreckung gegen künftige Urheberrechtsverletzungen. Berichten zufolge haben drei der sechs beklagten Unternehmen Berufung eingelegt.

Die Pokémon Company bekräftigte ihr Engagement für den Schutz ihres geistigen Eigentums und stellt sicher, dass Fans auf der ganzen Welt Pokémon-Inhalte ohne Unterbrechung genießen können.

Ausgleich von IP-Schutz und Fan-Kreativität

Die Pokémon Company wurde in der Vergangenheit wegen ihres Umgangs mit Fanprojekten kritisiert. Der frühere Chief Legal Officer Don McGowan erläuterte in einem Interview im März den Ansatz des Unternehmens und erklärte, dass man nicht proaktiv nach Fanprojekten für Deaktivierungsanzeigen suche. Maßnahmen werden in der Regel dann ergriffen, wenn Projekte deutlich an Bedeutung gewinnen, beispielsweise durch Crowdfunding.

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McGowan erklärte, dass das Rechtsteam normalerweise durch Medienberichterstattung oder unabhängige Entdeckung von Fanprojekten erfährt. Er verglich dies mit seiner Lehre zum Unterhaltungsrecht und betonte, dass Werbung unbeabsichtigt die Aufmerksamkeit eines Unternehmens auf sich ziehen kann. Trotz dieser Richtlinie wurden Deaktivierungsmitteilungen für einige kleinere Fanprojekte herausgegeben, darunter Erstellungstools, Spiele wie Pokémon Uranium und virale Videos.

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Dieser Fall verdeutlicht die anhaltende Herausforderung, den Schutz des geistigen Eigentums mit der Förderung der Kreativität der Fans in Einklang zu bringen.