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Taros KI-Angst: „Barden“ ersetzen Spieleentwickler

by George Jan 12,2026

Gespräche über künstliche Intelligenz (KI) im Gaming sind immer häufiger geworden. Yoko Taro, der Regisseur der NieR-Serie, gehört zu denen, die Bedenken äußern, und deutet an, dass die Technologie letztendlich die Arbeitsplätze menschlicher Spieleentwickler bedrohen könnte.

In einem kürzlichen Famitsu-Interview, übersetzt von Automaton, diskutierten eine Gruppe japanischer Entwickler – darunter Kotaro Uchikoshi (Zero Escape, AI: The Somnium Files), Kazutaka Kodaka (Danganronpa) und Jiro Ishii (428: Shibuya Scramble) – mit Yoko Taro ihre kreativen Philosophien.

Auf die Frage nach der Zukunft von Adventure-Spielen wurde das Thema KI sowohl von Yoko als auch von Uchikoshi angesprochen.

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„Ich habe viele neue Spiele, die ich machen möchte“, sagte Uchikoshi, „aber da sich die KI so schnell weiterentwickelt, mache ich mir Sorgen, dass KI-generierte Adventure-Spiele bald den Markt dominieren könnten.“ Er fügte hinzu, dass aktuelle KI-Systeme nicht die Fähigkeit für wirklich herausragendes Schreiben haben und dass ein ausgeprägtes menschliches Feingefühl für Schöpfer weiterhin unverzichtbar bleiben würde. Yoko Taro teilte ähnliche Ängste.

„Ich glaube auch, dass Spieleentwickler ihre Jobs an KI verlieren könnten“, erklärte Yoko. „In 50 Jahren könnten sie wie die Barden von heute angesehen werden.“

Auf die Frage, ob KI die komplexen Welten und erzählerischen Markenzeichen ihrer Arbeit nachbilden könnte, waren sich Yoko und Ishii einig, dass dies möglich sei. Kodaka jedoch sah das anders. Selbst wenn KI seinen Stil imitieren könnte, argumentierte er, könnte sie nicht wirklich wie ein origineller Schöpfer denken oder handeln. Er verglich die Situation mit dem Filmemacher David Lynch – während andere seinen Stil nachahmen könnten, könne nur Lynch selbst ihn weiterentwickeln und dabei authentisch halten.

Yoko schlug vor, dass KI genutzt werden könnte, um alternative Handlungsstränge in Adventure-Spielen zu generieren. Kodaka wies jedoch darauf hin, dass solche personalisierten Inhalte die gemeinsame kulturelle Erfahrung, das gleiche Spiel zu spielen, verringern könnten.

Prominente Persönlichkeiten der Branche teilen ihre Perspektiven auf KI und generative Systeme seit einiger Zeit. Unternehmen wie Capcom und Activision experimentieren bereits mit der Technologie. Nintendos Präsident Shuntaro Furukawa erkannte kürzlich das kreative Potenzial generativer KI an, hob aber auch die Herausforderungen im Bereich des geistigen Eigentums hervor. Auch Microsoft und PlayStation haben sich zu dem Thema geäußert.